Dienstag, 23. Januar 2018

Vorsätzliche Schnipselei



Die Kiste befindet sich zwar im Winterschlafmodus. Es ist einfach zu nasskalt draußen.
Geschnipselt wird dennoch immer wieder, immer weiter. 

Poesiekiste *klick*

Montag, 22. Januar 2018

Alt und Neu


Vor ein paar Tagen kam diese Post und ich fing an zu überlegen...was könnte aus den Fotos werden....dann fielen mir Susannes Monatsthema und meine Dose Fotokopierpaste ein.



 Fotografie ausgewählt, fotokopiert und auf der Kopie die Paste aufgetragen ...



...beim trocknen zugesehen...


... Ergebnisse freigerubbelt...


...nochmal bestrichen, getrocknet und gefreut...


*...an die alte Nähmaschine gesetzt. Und fertig ist "Alt und neu"!
Mehr zum Thema gibt es auf der Linksammlung bei "Nahtlust".

Sonntag, 21. Januar 2018

Salutogenese mit Beuys XI -Verweigere verantwortlich zu sein...



Tue es aus Liebe. 


" In unserer Gesellschaft haben wir das Gefühl frei zu sein. Keiner sagt uns, wie wir leben müssen, ob und wen wir heiraten müssen, was wir glauben sollen. Und doch sagen die meisten Menschen bei fast allem, was sie tun: "Ich muss" ."

( Hartmut Rosa in einem Interview der GeoCompact Nr.40, S. 44)

Gegen welches "Muss" entscheidet Ihr Euch?
Vielleicht lohnt sich eine Inventur im Sprachgebrauch?
Schmälern sich die "Müsse" wirklich, wenn man sie durch "Ich will" ersetzt?

Fragen über Fragen...

Mehr Salutogenese mit Beuys hier: 

Samstag, 20. Januar 2018

Poesie auf Stein



*Klick*




" Auf den Flügeln der Zeit
fliegt die Traurigkeit dahin."

( Jean de La Fontaine)


Nimmst Du Dir Zeit? Auch zum Traurigsein?

Freitag, 19. Januar 2018

Umgebungsverschönerungsmaßnahme



Bunt auf Trostlos. Zur Verschönerung verklebt.Und...weil wir nicht alles für uns behalten können.
Möge es den ein und die andere erfreuen.


Donnerstag, 18. Januar 2018

Post aus Frankreich!


Reich beschenkt wurde ich.

Mit alten Fotografien, vom Dachboden des Häuschens in
der Pariser Peripherie. Von einer meiner Liebsten.
Des photos des amies de la Mamie...
Unbekannte Gesichter, auch für die Finderin.
So wurde ich gefragt, ob ich sie möchte...Ja, so gerne, ich will!
Die mit einer visuellen Entdeckerlust ausgestattete Lebenserforscherin in mir freut sich.

Nun überlege ich warum.



Für kleine Zeitreisen.
Zum Zeichnen und malen.
Für Geschichten, die es niemals gab.
Für Ahnung und Vorstellung.
Zum Zeichnen.

Habt Ihr Ideen? Was macht Ihr mit alten Fotos?

Merci, ma très chère N., pour une enveloppe pleine d´inspiration! Quel trésor!



Mittwoch, 17. Januar 2018

Vorsätzliches :Jahresfeste und Rituale


Dieses Jahr werde ich in unserem Zuhause, in jeder Jahreszeit, einem Brauch Raum und Zeit  geben.
Denn Rituale und Feste braucht es. So braucht es zwar nicht wirklich einen Grund zum Miteinandersein und Einladen, aber einen solchen zu haben und sich vorzufreuen ist doch schön...dachte ich mir. Und werde sehen, wie sich diese Tage gestalten lassen, denn keiner von ihnen ist ein Wochenende. Das macht es vielleicht etwas kleiner.
Ich habe sie sorgfältig eingetragen. Im Kalender. Und bin nun selbst gespannt, auf:

* Frühlingsanfang am 20.März *
* Juhannus / Johannistag und Mittsommernacht am 21. Juni *



* Weltkindertag am 20.September *
* Kartoffel-Fest im Oktober*

Und wer weiß? Vielleicht gesellen sich noch einige weitere Feste dazu.



Außerdem gibt es ein neues Ritual.
Zwei Freundinnen und drei Kinder, die sich alle viel öfter sehen möchten. "Monatsessen" sind ausgemacht. Zwölfmal dieses Jahr- wenn wir es immer schaffen. Wer besucht, bringt Brot und Nachspeise. Wer einlädt, kocht. Jeden Monat einmal. Oh, wie wir uns freuen, auf das Essen, Erzählen und Spielen so lange in den Abend hinein, wie wir mögen- denn "etwas später, etwas länger" gehört für mich dazu, zum schönen Leben.

"Sobald Aja am Morgen über die Felder lief, auf ihrem Kopf eine Krone aus rotem Papier, die sie neben ihrem Kissen gefunden hatte, legte Évi schon Decken ins Gras, stellte Blechbüchsen auf und hängte Zuckerstangen mit Bindfäden an eine Leine, die sie zwischen den Bäumen durch den Garten gespannt hatte. In zwei Blechwannen, die sie aus dem Verschlag hinter den Hühnern holte, goss sie kaltes Wasser, das bis Mittag warm genug war und in das wir bis zum Abend springen durften."

( Zsuzsa Bánk, Die hellen Tage, Fischer Verlag 2013, S.26)

" Ich blieb über Nacht bei Aja, Évi hängte Lichter in den Baum und ließ uns unter Ästen im großen Tuch schaukeln und wenig später einschlafen, während sie im Schein einer Kerze ihre Fußnägel lackierte, als gebe es keine bessere Zeit dafür. Sie ließ alles stehen, bis sie am Morgen aufstand, Butterbrote für uns strich und hinausging, sich an den Birnbaum lehnte und ihren Blick ein letztes Mal wandern ließ."

( Zsuzsa Bánk, Die hellen Tage, Fischer Verlag 2013, S.27)



Dienstag, 16. Januar 2018

Ein Moment sind drei Augenblicke (6)- Gehen-Innehalten-Gehen





" Gehen- innehalten-gehen: Das ist die ideale Seinsweise"

"An den Orten, zu denen ich gefahren wurde, bin ich nie gewesen. Nur im Gehen öffnen sich die Räume und tanzen die Zwischenräume! Nur im Gehen drehe ich mich mit den Äpfeln im Baum. Nur der Gehende erfährt die Ballen an seinen Füßen. Nur der Geher spürt einen Zug durch den Körper. Nur der Geher erfasst den hohen Baum im Ohr- die Stille! Nur der Geher holt sich ein und kommt zu sich. Nur was der Geher denkt, gilt."

(Beide Zitate von Peter Handke)
( Karlheinz A. Geißler, Zeit verweile doch/ Lebensformen gegen die Hast, Herder Spektrum,S. 252 u. 255)



"Ein Moment sind drei Augenblicke", stellte das Kind einmal fest. 
So kam es zu dieser Kategorie.

A moment consists of three instants as the child once wisely said.
And so this category was born.

Freitag, 12. Januar 2018

12x12/Januar 2018



 Als der gestrige Tag uhrengemäß ( manchmal werde ich aus dem Schreibprogramm und seinen Macken nicht schlau...Anm.d.Verfasserin ) endete und der heutige begann, war ich noch auf ungewohnt belletristischen Spaziergängen in Frankreich unterwegs. Hach, war das schön!



* Zwischen Morgenmeditation und Teegenuss las ich aus Mirjams Kleinod folgendes Zitat:

" Genüßlich nahm er einen großen Schluck und spürte die warme, belebende Wirkung des Kaffees. Er würde in Zukunft keine "freie" oder irgendeine anders spezifizierte Zeit haben. Für Herrn Jensen gab es nur noch Zeit, und er würde gelassen abwarten, was die ihm brachte. Jetzt gerade trank er eine Tasse Kaffee, und das war gut so."

( Jakob Heine, Herr Jensen steigt aus)

...ganz passend zu meinem Vorsatz. Dieser will mich durch den Tag begleiten. ein Tag, der auf der Uhr genauso viele Stunden zur Verfügung stellt wie alle anderen auch.



* Heute ist es mir möglich den Vormittag zu gestalten. Ich praktiziere Arbeit-Pause-Arbeit-Pause. Pausen , die wirklich Pausen sind...

"Reduktion von Leben auf eine pausenlose Zeit ist ein Verlust an Lebensqualität und an Sinn."
(Karlheinz Geißler, Zeitforscher, Quelle )



* 10er Serie, grafische Darstellung, mit geschlossenen Augen. Einstieg ins kreative Tagwerk.*



* Serielles Arbeiten mit Farbrhythmen *



* Das von der Schule zurückgekehrte Kind und sein Onkel auf Besuch pausieren ebenso.*



* Ich höre... über Finnland...Licht und Dunkelheit...klick...*



* Nachmittags nutzte ich die Lehnbach-Jahreskarte für eine kleine Forschungsreise*






* So meinte er das ? (*klick*)...*



* Auf der Heimfahrt gemocht: Blumen vor Beton *



* Und diesen Streifenwagen *

Habt alle einen schönen 12. Januar! Zur Sammlung geht es hier...

Mittwoch, 10. Januar 2018

Vorsätzliches und Salutogenese mit Beuys IX - Verweigere verantwortlich zu sein...



...Tu es aus Liebe. Sagt Beuys.

Was auch immer er damit gemeint hat...mich nicht verantwortlich zu fühlen fällt mir oft schwer. Und diese Verantwortung gar zu verweigern noch mehr. Aber es gibt etwas. Ja, da möchte ich nicht mehr  mitverantwortlich sein...ganz aussteigen geht nicht, aber partiell müsste es doch möglich sein?

Keine Zeit mehr zu haben, für die wichtigen Dinge. Multitasking bis zum Umfallen.
Ich verweigere mich! Und ja: in dieser Entscheidung steckt viel, viel Liebe als Motivation.

Ziemlich gewagt in diesen Zeiten..."wo kämen wir denn da hin?" höre ich von irgendwoher...

"Es gibt ein großes und doch ganz alltägliches Geheimnis. Alle Menschen haben daran teil, jeder kennt es, aber die wenigsten denken ja darüber nach. Die meisten Leute nehmen es einfach so hin und wundern sich kein bisschen darüber. Dieses Geheimnis ist die Zeit.
Es gibt Kalender und Uhren, um sie zu messen, aber das will wenig besagen, denn jeder weiß, daß einem eine einzige Stunde wie eine Ewigkeit vorkommen kann, mitunter kann sie aber auch wie ein Augenblick vergehen- je nachdem, was man in dieser Stunde erlebt.
Denn Zeit ist Leben. Und Leben wohnt im Herzen."

( Michael Ende, Momo,  K.Thienemanns Stuttgart 1973, S.57)





Was nützt alle Pflichterfüllung ( also Verantwortung), wenn wir unseren Kindern (und uns selbst) immer wieder sagen müssen "Los, beeile Dich!", "So nun genug gespielt, wir müssen dies und dann noch das...!",
"Tut mir leid ich kann jetzt nicht mit Dir (Freundin) plaudern, ich muss noch Berge an Wäsche waschen und den Haushalt machen.", ...und, und, und .
Aber wie "mistet" man Zeit aus, wie entschleunigt man den Alltag so, dass sich hinterher das zu Erledigende nicht haushoch stapelt? Was diese Fragen betrifft, stehe ich ganz am Anfang einer womöglich langen Entwicklung. Möglicherweise am Beginn einer Reihe von ausstehenden, radikalen Entscheidungen....



" Insbesondere bei der Entwicklung der Industriegesellschaft spielte die Zeit als wichtiges Mittel der sozialen Organisation von Wirklichkeit eine herausragende Rolle. Mit "Zeit" wurde und wird die Ordnung in das soziale Leben gebracht. Die Schlüsselworte dafür heißen " Disziplin" und "Anpassung". "

( Karlheinz A. Geißler, Zeit-verweile doch...Lebensformen gegen die Hast, Herder Spektrum, S. 228 )



"Das Leistungssubjekt überlässt sich dem freien Zwang zur Maximierung der Leistung. So beutet es sich selbst aus. Der Ausbeutende ist gleichzeitig der Ausgebeutete, Täter und Opfer, Herr und Knecht. Das kapitalistische System schaltet von der Fremdausbeutung auf die Selbstausbeutung um sich zu beschleunigen."

(Byung-Chul Han, Müdigkeitsgesellschaft Burnoutgesellschaft Hoch-Zeit, Matthes&Seitz. Berlin 2016, S8.5 ff)




Na, dann würde ich sagen: Los geht´s! es gibt viel zu tun zu lassen!

Falls Du mehr über das Beuys Projekt wissen möchtest: *klick*

Dienstag, 9. Januar 2018

Salutogenese mit Beuys IX - Stell Dir vor, Du wärst verzaubert




























"Tiere jedoch haben eine ganz spezielle Kraft. Sie können Mittler sein, Brücken bilden zwischen dem Kind und Seiten von ihm, die es bereits verdrängt hat.Nicht umsonst sind es in den Märchen oft Tiere, die dem Helden auf seinem Weg beistehen, ihn begleiten oder ihm Rätsel aufgeben; Tiere sind voll und ganz sie selber. Kein Fisch wird sich aufs Land begeben, weil ihm das Wasser zu kalt ist, kein Wildschwein wird eine Diät beginnen, weil es doch lieber ein Schmetterling wäre. Wir Menschen wünschen uns jedoch oft, anders oder jemand anders zu sein."

( Christian Lerch, Kinder entdecken ihre innere Kraft, Arbor Verlag 2007, S.56)


 Da stellen sich mir viele Fragen...und die Postkarte von neulich zwinkert mir zu.



Mehr Salutogenese mit Beuys hier: *klick*